PXElinux 6.04-pre1/iPXE 2.0.0 – Lightweight IP HTTP/FTP Support einrichten

Anmerkung:
Dies ist eine weiterführende Anleitung zu meinem Grundgerüst, basierend auf dem nachfolgenden Artikel:

PXE&TFTP&DHCP Server einrichten

HTTP / FTP Downloads in der PXE-Umgebung ermöglichen

Melden Sie sich zuallererst auf Ihrer DS an und navigieren Sie anschließend ins Paketzentrum. Dort angekommen installieren Sie die Web Station, denn diese ist zwingend Voraussetzung für unser Vorhaben. In Firmenumgebungen gibt es eventuell bereits einen Webserver! In meinem Beispiel beziehe ich mich allerdings nur auf die Einrichtung unter Verwendung der DS.

Es gäbe auch die Möglichkeit einen externen Webserver als Downloadquelle zu nutzen. Die Geschwindigkeit wäre allerdings dann durch Ihren Internetanschluss begrenzt. Bei einer 100 Mbit/s Leitung wären das dann ungefähr 12,5 MB/s (Theoretisch). Das wäre also deutlich langsamer als das über einen internen Webserver abzuwickeln der im eigenen Intranet steht und mit 1 Gbit angebunden ist! Außerdem; Wer hat schon eine 100 Mbit/s Leitung beim ISP? Wir reden hier schließlich über Deutschland, wo ein nicht kleiner Teil gerade mal an der 10 Mbit/s Marke kratzt. Genug der Scherze. 🙂

Wenn Sie die Web Station installiert haben stellen Sie diese bitte wie auf den Bildern zu sehen ist ein:

Welche PHP Version Sie auswählen ist egal, da wir PHP ja nicht benutzen wollen, sondern lediglich einen Webserver mit Downloadmöglichkeit wollen.

Im Unterpunkt „Virtueller Host“ klicken sie auf „Erstellen“.

Wählen Sie dort portbasiert aus und aktivieren Sie daneben die HTTP Checkbox. HTTPS Verbindungen unterstützt Syslinux nicht! Diesen brauchen wir nicht. Vergeben Sie nun einen Port für Ihren Webserver. Im Standardfall ist Port 80 immer der normale HTTP Port. In unserem Fall ist es jedoch ratsam einen speziellen Port auszuwählen. Tragen Sie dort einfach 7777 oder einen Port Ihrer Wahl ein. Bedenken Sie dabei, dass Sie keine Ports verwenden dürfen, die durch andere Dienste in Ihrer Umgebung bereits genutzt werden. Der Dokument Root sollte der TFTP Root sein. Wie der bei Ihnen lautet müssen Sie selbst wissen.

Ich mache Ihnen trotzdem mal ein Beispiel (So könnten Sie Ihr TFTP Root in der DS genannt haben):

/PXEServer/TFTP/
/TFTPRoot/

In unserer Anleitung zum Einrichten des TFTP&PXE Servers hatten wir eine gewisse Verzeichnisstruktur angelegt. Suchen Sie einfach die Datei „pxelinux.0„. Alle Ordner die Sie dafür wechseln mussten sind der Pfad Ihres TFTP Root’s.

Beispiel:

/PXEServer/TFTP/pxelinux.0 => TFTP Root => /PXEServer/TFTP/

Als Nächstes wählen Sie noch bei HTTP-Backend „Nginx“ aus. Bei „PHP“ das Standard Profil.

Somit ist der Webserver auch soweit eingerichtet.

PXElinux Konfigurationsdateien editieren

Öffnen Sie die Datei: „pxelinux.cfg/default_BIOS“ in einem Editor. Ich mache Ihnen ein Beispiel wie Sie bereits vorhandene Einträge abändern könnten.

So sieht ein Eintrag bei mir in dieser Datei aus:

 LABEL WinPE50X32ISO
MENU LABEL 1. WinPE 10.0 Build 1709 x32 Bit - MemDisk ISO
MENU INDENT 2
COM32 linux.c32 memdisk
APPEND iso raw
INITRD images/Winpe/WinPE10.0/WinPE_x86.iso
TEXT HELP
Es wird die Windows Vorinstallations Umgebung 10.0 im
32 Bit Modus geladen mit allen Netzwerktreibern.

Die WinPE Versionen sind abwaertskompatibel. Es ist Ihnen moeglich
mit der WinPE 10.0 Version auch aeltere Windows Versionen zu installieren.

Es wird automatisch das Netzwerkshare zu den Windows Images aufgebaut.
ENDTEXT

Sie sehen hier einen Eintrag um die 32-Bit WinPE 10 Version über Memdisk zu laden. Sie müssen nichts anderes machen, als vor dem Pfad der ISO Datei noch ein http://DS_IP_ADRESSE:PORT/ (Beispiel: http://192.168.1.5:7777/ ) davor zu stellen.

Nach dem Bearbeiten sollte der Eintrag so aussehen:

 LABEL WinPE50X32ISO
MENU LABEL 1. WinPE 10.0 Build 1709 x32 Bit - MemDisk ISO
MENU INDENT 2
COM32 linux.c32 memdisk
APPEND iso raw
INITRD http://192.168.1.5:7777/images/Winpe/WinPE10.0/WinPE_x86.iso
TEXT HELP
Es wird die Windows Vorinstallations Umgebung 10.0 im
32 Bit Modus geladen mit allen Netzwerktreibern.

Die WinPE Versionen sind abwaertskompatibel. Es ist Ihnen moeglich
mit der WinPE 10.0 Version auch aeltere Windows Versionen zu installieren.

Es wird automatisch das Netzwerkshare zu den Windows Images aufgebaut.
ENDTEXT

Anpassen der iPXE Konfiguration

Suchen Sie nun folgende Dinge in der pxeEFI32.ipxe.cfg und  pxeEFI64.ipxe.cfg:

set http-server SERVER_IP

Ersetzen Sie die SERVER_IP mit der HTTP Server IP Adresse.

Beispiel: 192.168.1.5:7777

Suchen Sie:

#set boot-url http://${http-server}/
set boot-url tftp://${next-server}/

und ersetzen Sie dies mit:

set boot-url http://${http-server}/
#set boot-url tftp://${next-server}/

Dadurch werden fast sämtliche Anfragen und Datenübertragungen über den HTTP Server gestellt und geleitet.

Das Booten über lpxelinux.0 einrichten

Aus unserer vorherigen Anleitung booten wir die pxelinux.0 Datei im Legacy Modus. Da diese Datei den HTTP / FTP Modus nicht unterstützt, werden wir noch ein wenig verändern müssen.

Laden Sie sich deswegen nochmal die aktuellste Syslinux Version herunter.

https://www.kernel.org/pub/linux/utils/boot/syslinux/Testing/6.04/syslinux-6.04-pre1.zip

Nach dem Entpacken kopieren Sie die Datei Syslinux 6.04\bios\core\lpxelinux.0 in das TFTP Root Verzeichnis Ihrer DS. Die Datei muss im selben Ordner liegen wie die Datei „pxelinux.0„!

DHCP Server (Dnsmasq) via SSH-Verbindung editieren

Melden Sie sich mit Putty über SSH auf Ihrer Synology an. Der zu verwendende Benutzername ist admin und nicht root. Sie können sich nämlich nicht direkt als root Nutzer einloggen! Über sudo -i könnten Sie dann nachher wechseln. Müssen Sie aber nicht!

Wenn Ihr eingeloggt seid, dann tippt folgendes ein:

cd /etc/dhcpd/
sudo vi dhcpd-pxe.conf

Sie werden nun erneut nach dem Passwort gefragt! Nach dem eingeben erscheint der Inhalt der Datei!

Die Datei kann verschieden aussehen, je nachdem welche Anleitungen Sie bereits durchgegangen sind. In dieser Datei ist immer pxelinux.0 durch lpxelinux.0 zu ersetzen! Insgesamt kommt pxelinux.0 zweimal in der ganzen Datei vor!

Kopieren Sie bitte nicht mein Beispiel, sondern ändern Sie das bitte von Hand ab!

log-dhcp

# PXEClient Codes
dhcp-vendorclass=x86-BIOS,PXEClient:Arch:00000 # BIOS/Legacy Modus
dhcp-vendorclass=x86-UEFI32,PXEClient:Arch:00006 # x86 32-Bit EFI
dhcp-vendorclass=x86-UEFI,PXEClient:Arch:00007 # x86_64 64-Bit EFI
dhcp-vendorclass=x86-UEFI64,PXEClient:Arch:00009 # x86_64 64-Bit EFI veraltet!
dhcp-vendorclass=ARM-UEFI32,PXEClient:Arch:00010 # ARM 32-Bit EFI
dhcp-vendorclass=ARM-UEFI64,PXEClient:Arch:00011 # ARM 64-Bit EFI

# In der Standardkonfiguration wird PXELinux für BIOS/Legacy Clients verteilt!
# Für UEFI & UEFI64 Clients wird die iPXE Firmware verwendet!
# Sie können auch alles über iPXE laufen lassen, müssen aber stets darauf achten,
# dass immer nur ein Eintrag pro Modus aktiv ist!
# Durch das setzen der Raute vor den Zeilen können Sie die Zeilen deaktivieren.

# PXE Boot Abschnitt

# Beispiel Eintrag und Erklärung
# Boot-Tag, Boot-Dateiname, Server Name (DNS), Server IP Addresse
# dhcp-boot=tag:x86-BIOS,pxelinux.0,0.0.0.0,0.0.0.0
# Boot-Tag, DHCP-Option 209, Pfad zur Syslinux-Konfigurationsdatei
# dhcp-option-force=tag:x86-BIOS,209,pxelinux.cfg/default_BIOS

# BIOS/Legacy Modus
# PXELinux / Syslinux
dhcp-boot=tag:x86-BIOS,pxelinux.0,0.0.0.0,0.0.0.0
dhcp-option-force=tag:x86-BIOS,209,pxelinux.cfg/default_BIOS

# x86 32-Bit EFI Windows-Boot-Manager Eintrag
# dhcp-boot=tag:x86-UEFI32,bootia32.efi,0.0.0.0,0.0.0.0

# x86_64 64-Bit EFI Windows-Boot-Manager Eintrag
# Standard für die meisten UEFI Rechner
# dhcp-boot=tag:x86-UEFI,bootx64.efi,0.0.0.0,0.0.0.0

# x86_64 64-Bit EFI Veraltet! Windows-Boot-Manager Eintrag
# dhcp-boot=tag:x86-UEFI64,bootx64.efi,0.0.0.0,0.0.0.0

# iPXE Abschnitt
# Alle aktivierten Einträge verwenden die iPXE Firmware

dhcp-match=set:iPXE,175 # iPXE sends a 175 option.

# Die erste Zeile ist stets die Firmware!
# Die zweite Zeile ist der eigentliche Bootloader!

# BIOS/Legacy Modus
# dhcp-boot=tag:!iPXE,tag:x86-BIOS,undionly.kpxe,0.0.0.0,0.0.0.0
# dhcp-boot=tag:x86-BIOS,tag:iPXE,pxelinux.kpxe,0.0.0.0,0.0.0.0

# x86 32-Bit EFI
dhcp-boot=tag:!iPXE,tag:x86-UEFI32,iPXE32.efi,0.0.0.0,0.0.0.0
dhcp-boot=tag:x86-UEFI32,tag:iPXE,pxeEFI32.ipxe,0.0.0.0,0.0.0.0

# x86_64 64-Bit EFI
# Standard für die meisten UEFI Rechner
dhcp-boot=tag:!iPXE,tag:x86-UEFI,iPXE64.efi,0.0.0.0,0.0.0.0
dhcp-boot=tag:x86-UEFI,tag:iPXE,pxeEFI64.ipxe,0.0.0.0,0.0.0.0

# x86_64 64-Bit EFI Veraltet! Manche VMs benötigen diesen Eintrag noch!
dhcp-boot=tag:!iPXE,tag:x86-UEFI64,iPXE64.efi,0.0.0.0,0.0.0.0
dhcp-boot=tag:x86-UEFI64,tag:iPXE,pxeEFI64.ipxe,0.0.0.0,0.0.0.0

# Diese erforderlichen Dateien liegen meinem Paket nicht bei!
# Diese müssen, wer diese benötigt, selbst erstellt/kompiliert werden!
# ARM 32-Bit EFI
# dhcp-boot=tag:!iPXE,tag:ARM-UEFI32,iPXE-ARM-32.efi,0.0.0.0,0.0.0.0
# dhcp-boot=tag:ARM-UEFI32,tag:iPXE,pxe-ARM-EFI32.ipxe,0.0.0.0,0.0.0.0

# ARM 64-Bit EFI
# dhcp-boot=tag:!iPXE,tag:ARM-UEFI64,iPXE-ARM-64.efi,0.0.0.0,0.0.0.0
# dhcp-boot=tag:ARM-UEFI64,tag:iPXE,pxe-ARM-EFI64.ipxe,0.0.0.0,0.0.0.0

Wenn Sie die EINFÜGEN Taste einmal drücken, können Sie die Einträge verändern. Wenn Sie damit fertig sind drücken Sie einmal die ESC Taste.

Danach schreiben Sie folgendes:

:w und mit ENTER bestätigen. Die Meldung erscheint, dass der Inhalt gespeichert wurde!
:q und mit ENTER bestätigen. Sie verlassen den Editor!

DHCP Server neu starten

Damit unsere Änderungen auch angenommen werden, muss der DHCP Server einmal neu gestartet werden. Gehen Sie dafür im DSM auf Systemsteuerung und dann DHCP Server und klicken dort einmal auf DHCP deaktivieren und im Anschluss nochmals auf aktivieren.

Der Test

Starten Sie den Rechner über PXE im Legacy Modus und überprüfen Sie, ob der Eintrag ordnungsgemäß funktioniert! Die Geschwindigkeit sollte deutlich besser sein, als TFTP Transfers. Ich habe selber mal geprüft wie viel schneller das nun vonstatten geht und in meinem Fall ist es der Faktor X4-X15. Im TFTP Protokoll werden die Daten mit ca. ~5 MB/s übertragen ohne TFTPBlockSize Angaben! Mit optimierten Werten komme ich auf ca. 25-30 MB/s. Das sind ganz ordentliche Werte, aber trotzdem noch kein Vergleich zu den HTTP Downloads.

Über HTTP mit ungefähr 20-100 MB/s im eigenen Intranet (Natürlich ist das abhängig von der aktuellen Netzwerklast/Auslastung der Synology). Ich habe hier privat überall 1 Gbit verlegt. Theoretisch wären 125 MB/s möglich. Real ungefähr 115 MB/s.

Testen Sie es einfach selbst wie schnell es nun geht. Es ist jedenfalls eine deutlich spürbare Verbesserung.

PXELinux HTTP Support
PXELinux HTTP Support

Zum Anfang!

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Rainer
Rainer
Gast
27. Mai 2019 13:32

Hallo Stefan,
in der default_BIOS werden ja nur die Pfade der iso-Dateien der MemDisk-Einträge mit „http://192.168.1.5:7777/“ editiert….

Wie verhält es sich mit den mit den Bootmanager-Einträgen (wim-Dateien)….müssen hier keine Pfade für den schneller HTTP-Modus angepasst werden? kann/soll man auch die default_EFI32 und default_EFI64 anpassen…hier gibt es ja nur Bootmanager-Einträge….

Rainer
Rainer
Gast
Antwort auf  Stefan Saft
27. Mai 2019 17:55

Hallo Stefan,
ich frage deswegen, weil die WIM-Dateien im Bootmanager bei mir extrem langsam laden.

Habe folgendes Fehlverhalten im BIOS-Legacy Modus:

Wenn ich in der Backup Section den obersten Acronis True Image Eintrag (memdisk – langsam) auswähle „flutscht“ innerhalb von 5 Sekunden die Oberfläche der Acronis-Rescue-Oberfläche auf den Bildschirm !!! Alles Wunderbar !!!

Wenn ich die darunterliegenden Einträge (kernel Load – schnell ) auswähle tut sich gar nix –> schwarzer Bildschirm – ganz links oben blinkt der Cursor!

Wenn ich in der Windows Section die memdisk-Einträge auswähle –> alles bestens Start.cmd öffnet sich nach einigen Sekunden …alles gut !!!

Wenn ich jedoch den BootMgr auswähle …lädt dieser…wenn ich dann aber eine WIM auswähle (z.B. WinPE win 10 x64 oder Acronis_x86x64) dann dauert es schon mal 1 Minute bis der Fortschrittsbalken der Boot.sdi rüberläuft…..bei dem Fortschrittsbalken der der eigentlich wim.-Datei tut sich erst mal gar nichts ….nach 10 Min sieht man erst den ersten Abschnitt des Fortschriritts ganz links ….dauert also ewig…

Ich hab jetzt deine Idee vom letzten Post noch nicht ausprobiert…mache ich später noch 🙂

Rainer
Rainer
Gast
27. Mai 2019 20:41

Es gibt tatsächlich einen zentralen Netzwerk-Switch über welchen unser Netzwerk aufgeteilt wird (da hängen fast alle Geräte dran):

ABER: Da am gleichen PC der MemDisk Boot innerhalb von wenigen Sekunden flutscht, der Bootmanager-Boot jedoch unendlich langsam abläuft würde ich jetzt mal nicht mehr mein Netzwerk oder irgendwelche Switches verantwortlich machen !!!

Wenn ich im UEFI Modus das WinPE x64 Image lade ….dann kommt zunächst ein Fortschrittsbalken für die Datei „Boot.sdi“…das dauert ca 1 Min. Danach folgt der leere Fortschrittsbalken für die WinPE x64.wim….der bleibt erst mal ca. gefühlte 10 Minuten leer…dann kommt links das erste weisse Stück….wenn man das hochrechnet, dann dauert es sicher 1,5 Stunden…

Ich kann das morgen gerne mal testen …. frage mich aber ob das Tuning wirklich der richtige Lösungsansatz ist. Bei dir lädt die WinPE standardmäßig in einer Minute und 27 Sek (mit oder ohne HTTP?)…beim mir 1,5 Stunden…

Rainer
Rainer
Gast
27. Mai 2019 22:54

Ich bin der Systemadmin (also ich mache alles selbst!) 🙂

Also Memdisk wird über Webserver geladen – und der Bootmanager über TFTP ? Das war ja meine ursprüngliche Frage…ich dachte beides wird über Webserver geladen sobald man HTTP einrichtet.

Das heißt wenn ich ausschliesslich UEFI-Rechner im Netzwerk hätte dann würde mir das Einrichten von HTTP gar keinen Geschwindigkeitsvorteil bringen !?

Du meinst also den neuen UEFI-Rechner mit LAN-Kabel direkt an die Diskstation anschliessen ….und dan PXE-Boot versuchen….ist zwar etwas aufwendig….aber vielleicht kann ich dann den Fehler tatsächlich eingrenzen

Rainer
Rainer
Gast
Antwort auf  Stefan Saft
28. Mai 2019 11:05

Problem ist eingegrenzt: Hab die DS direkt mit den PC verbunden….hier funktioniert alles einwandfrei !!! Du hattest somit recht …es muss an dem Lancom Switch liegen, an dem sämtliche Geräte hängen.

Jetzt werde ich mich wohl mit dem Teil mal beschäftigen müssen (hier gibts zig Einstellungsmöglichkeiten) …denn hier wird wahrscheinlich der Datentransfer langsam ….

Übrigens kurz eine Anmerkung:

Du solltest in der Anleitung“ Lightweight IP…“ ergänzen, dass man auf der DS in der Systemsteuerung unter DHCP-Server den Bootloader auf „lpxelinux.0“ umstellen muss. Ist zwar logisch …sollte aber erwähnt werden in der Anleitung.

Danke für deine Hilfe !!

Big 11
Big 11
Gast
29. Mai 2019 13:01

Hallo erstmal
@Stefan Danke für deine Arbeit.. hat mir ein großes Stück weitergeholfen auf meiner Syno ein Ultimatives BootSystem einzurichten..

Allerdings hänge ich jetzt bei der HTTP Erweiterung..
vorweg:
meinen PC habe ich auf Bios Boot (MBR) eingestellt, wegen Bootmanager im MBR (2 Partitionen mit Win10)

mein PXE Server funktioniert grundsätzlich.. nur nicht über HTTP

meine config Zeilen lauten:

LABEL WinPE50X32ISO
MENU LABEL 2. WinPE 10.0 Build 1709 x32 Bit – per HTTP
MENU INDENT 2
COM32 linux.c32 memdisk
APPEND iso raw
INITRD http://192.168.2.20:7777/images/win10_pe/WinPE_10x86.iso
TEXT HELP
Es wird die Windows Vorinstallations Umgebung 10.0 im
32 Bit Modus geladen mit allen Netzwerktreibern.

Die WinPE Versionen sind abwaertskompatibel. Es ist Ihnen moeglich
mit der WinPE 10.0 Version auch aeltere Windows Versionen zu installieren.

Es wird automatisch das Netzwerkshare zu den Windows Images aufgebaut.
ENDTEXT

LABEL WinPE50X32ISO
MENU LABEL 3. WinPE 10.0 Build 1709 x32 Bit – per ISO
MENU INDENT 2
COM32 linux.c32 memdisk
APPEND iso raw
INITRD images/win10_pe/WinPE_10x86.iso
TEXT HELP
Es wird die Windows Vorinstallations Umgebung 10.0 im
32 Bit Modus geladen mit allen Netzwerktreibern.

Die WinPE Versionen sind abwaertskompatibel. Es ist Ihnen moeglich
mit der WinPE 10.0 Version auch aeltere Windows Versionen zu installieren.

Es wird automatisch das Netzwerkshare zu den Windows Images aufgebaut.
ENDTEXT

Der Teil wo ich die ISO einfach nur mit initrd lade, funktionierts
Im Teil über HTTP funktionierts nicht und erhalte die Fehlermeldung, daß man die ISO nicht finden könne..

wenn ich die in der config-Zeile angegebene Adresse im Browser eingebe, werde ich gleich gefragt, was ich mit der ISO machen möchte, also downloadbar..

kann mir jemand helfen, wo ich her den Fehler habe..
Ich denke irgendwo einen Syntax oder Denkfehler..
mein HTTP-Root (und TFTP-ROOT) ist auf das Verzeichnis pxe gelegt, wo die pxelinux.0 liegt..
darunter gibt’s dann das /Images Verzeichnis und darunter dann z.B. das (/Images)/win10_pe Verzeichnis wo das ISO
drin liegt…

Danke für eure Hilfe

Big 11
Big 11
Gast
30. Mai 2019 17:08

Hat sich erledigt !!!….
Habe vergessen den HTTP Server neu zu starten….
und gleich funktionierts……

Matze
Matze
Gast
12. Juli 2020 20:45

Hallo Stefan,

folgendes Phänomen tritt auf, wenn man den User Admin in der Diskstation standardmäßig nach dem Bearbeiten der dhcpd-pex.conf wieder deaktiviert. (Ist ja auch eine nachvollziehbare Sicherheitsmaßnahme.)

Wenn man die Datei editieren will muss man den User Admin wieder aktivieren. Soweit logisch.

Allerdings ist die Datei dann leer…
Auch die ebenfalls von mir angelegte Backupdatei dhcpd-pex.conf_ im gleichen Verzeichnis ist leer….

Das ist irgenwie unlogisch.

Überschreibt die Diskstation die Einträge beim erneuten aktiviern des Admins?

VG Matze

Matze
Matze
Gast
Antwort auf  Stefan Saft
13. Juli 2020 0:42

Es ist ja nicht so, dass ich keinen Admin habe. Nur eben nicht den Standard-Admin.
Und mein Admin wird nicht deaktiviert. Ich deaktiviere nur den Standard-Admin, weil der logischerweise der erste ist, der angegeriffen wird. VPN ist richtig und du hast Recht, wenn man die IP-Beschränkung aktiviert, ist schon viel geholfen.

Habs grad noch mal mit ll getestet… und den Fehler gefunden… Ich hatte einen Buchstabendreher drin…. dhcpd-pex.conf statt dhcpd-pxe.conf gespeichert… damit war die Datei weg und er hat sie leer wieder hergestellt.

Es ist wie immer … Das Problem sitzt vor dem Bildschrim 😉

VG

Matze
Matze
Gast
14. Juli 2020 8:30

Hi Stefan,

also das Phänomen tritt wieder auf. Die Diskstation setzt die dhcpd-pxe.conf zurück, sobald man PXE deaktiviert und bei Bedarf wieder aktiviert.

Ich muss es testen, ob es erhalten bleibt, wenn ich es einfach aktiviert lasse. Da meckert zwar der Sicherheitsberater der Diskstation, dass TFTP aktiv ist und ein Sicherheitsrisiko darstellt, aber in dem Verzeichnis kann ja Guest nur lesen. Sollte eingentlich kein Risiko sein…

VG Matze

Matze
Matze
Gast
14. Juli 2020 13:05

Ja, du hast Recht… man muss es ja auch nicht ständig an und aus machen 😉
Ich lasse es jetzt an….

Der Sicherheitsberater schreibt:

Schwere: mittel
Beschreibung: TFTP-Dienst ist aktiviert

Details: Aufgrund der nicht verschlüsselten Verbindung sollten Sie zum Übertragen von Daten über das Internet TFTP nicht verwenden.
Empfohlene Aktion: Deaktiviern Sie in den TFTP Eintsellungen den TFTP-Dienst.

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