Hyper-V PXE BIOS und UEFI Testumgebung einrichten

Voraussetzung:
Sie brauchen mindestens eine Windows 10 Pro Version, um das Windows Feature Hyper-V installieren zu können! Außerdem muss im BIOS selbst das Virtualisieren erlaubt sein. Es gibt verschiedene Benennungen. Meistens nennt sich dies VT oder VT-X. Sollten Sie dies nicht finden, halten Sie einfach Ausschau nach dem Wort “Virtualization”. Nach dem Ändern und Speichern der Einstellungen den Rechner herunterfahren und neu starten.
 

Bei dem Hyper-V Feature handelt es sich um einen Virtualisierungsdienst, ähnlich wie VMware oder Virtualbox. Man hat damit die Möglichkeit, komplette Rechner/Server zu virtualisieren oder einfach Testumgebungen zu schaffen. Die Anwendungsgebiete sind sehr vielfältig.

Ich persönlich nutze dies sehr häufig um Veränderungen an meiner PXE Umgebung zu testen, sei es im BIOS oder UEFI Modus. Das ist insofern sehr komfortabel, da man somit keinen physikalischen Rechner neu starten müsste, um das Ergebnis zu begutachten.

Da ich hier schon einige Anleitungen zu dem Thema PXE verfasst habe, dachte ich mir, ich bringe diesen Leuten auch die Verwendung von Hyper-V näher.

Schritt: Hyper-V Feature installieren

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihr Windows Startlogo links unten und wählen dort Apps und Features aus. In dem nun geöffneten Fenster können Sie rechts die Überschrift Verwandte Einstellungen finden. Darunter klicken Sie auf Programme und Features. Im weiteren Dialog klicken Sie links auf Windows-Feature deaktivieren oder aktivieren.

Setzen Sie dort den Haken bei Hyper-V und klicken auf OK. Die Installation kann ein wenig dauern.

Schritt: Virtuelle Maschine für PXE BIOS und UEFI BOOT anlegen

Über die Windows Suchfunktion können Sie nun nach Hyper-V suchen. Bei dem Eintrag “Hyper-V Manager” klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und heften den Eintrag an den Start an. Danach finden Sie dieses Programm als Kachel im Startmenü.

Als allererstes sollten sie das virtuelle Switch einrichten. Dafür klicken Sie rechts auf Manager für virtuelle Switches, markieren den “Extern” Eintrag und klicken auf Virtuellen Switch erstellen.

Was nun genau der Unterschied zwischen Privat, Intern und Extern ist wird dort auch beschrieben.

Nun können Sie unter Neu, einen virtuellen Computer anlegen. Wie Sie diese Maschinen nennen, können Sie selbst entscheiden. Sie sollten diese aber schon auseinanderhalten können.

Ich persönlich nenne diese PXE BOOT BIOS und PXE BOOT UEFI. Somit ist klar, was diese virtuellen Rechner machen und in welchem Modus sie das tun. Über den Assistenten können Sie Ihre virtuelle Maschine nun selbst konfigurieren. Es ist nur darauf zu achten, das sie einmal die Generation 1 wählen, und einmal die Generation 2 bei dem zweiten Durchgang. Dinge wie Arbeitsspeicher und Festplattengröße sind für diese 2 virtuellen Maschinen relativ unerheblich, da es lediglich Netzwerkboot-Testmaschinen sind.

Tragen Sie einfach folgendes ein:
4096 RAM
Netzwerk => Extern wählen
Virtuelle Festplatte = Standard (127GB dynamisch)

Schritt: Virtuelle Maschinen einstellen

Wenn Sie zwei virtuelle Maschinen erstellt haben, nach dem Muster von oben und einmal in Generation 1 und Generation 2, so müssen wir noch ein paar Kleinigkeiten ändern.

Generation 1:

  • Bei Netzwerkkarte ist das Externe Switch auszuwählen
  • Bei BIOS ist die Startreihenfolge auf Ältere Netzwerkkarte umzustellen

Beispielvorgang:

Generation 2:

  • Bei Netzwerkkarte ist das Externe Switch auszuwählen
  • Bei Firmware ist die Startreihenfolge auf Netzwerkkarte umzustellen

Beispielvorgang:

Fertig.

Sie haben nun zwei virtuelle Maschinen, um den PXE Boot im BIOS und UEFI Modus zu testen.

Zum Anfang!

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